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Belüftung eines Forellenweihers mit Frischwasser aus dem nahegelegenen Fluß:

Wasser wird über einen Bypass entnommen und in einen höhergelegenen Forellenweiher zur Belüftung des Weihers hochgepumpt. 24h am Tag selbsttätig und ohne fremde Energie.



Der hydraulische Widder  im Widderschacht unterhalb des Flußpegels:




Bachwidder und Brunnen:

Ein Musterbeispiel an Ökologie ist dieser vom nahegelegenen Bach durch einen hydraulischen Widder versorgte Brunnen.




Die Widder in der Oberlausitz

Unsere imposanteste Anlage konnten wir im Dezember 2003 montieren und in Betrieb nehmen. Sie wird ein Wasserschloss vor dem Verfall retten.

Zur Vorgeschichte:

Südlich von Görlitz, nahe der polnischen Grenze, wurde zu DDR-Zeiten Braunkohle abgebaut. Durch den großflächigen Abtrag wurde zwangsläufig auch der Grundwasserspiegel mit abgesenkt. Der Schlossteich des in der Nähe befindlichen Wasserschlosses drohte auszutrocknen.


Die 4 Widder, die im Parallelbetrieb laufen, benötigen in jeder Sekunde 25 l Triebwasser, um dann 4 l in der Sekunde 13 m nach oben zu befördern.

Mit motorisch angetriebenen Pumpen musste nun das Wasser für die Versorgung des Teiches hochgepumpt werden. Im Zuge der Rekultivierung des gesamten Abbaugebietes wurde man auf die Widdertechnologie aufmerksam und beschloss, die vermutlich größte Widderanlage, die je gebaut wurde, zu planen und zu realisieren.

Mit 3,3 Meter Gefälle rauscht nun das Wasser in 4 Triebleitungen von je 150 mm Durchmesser zu den Widdern.

Die Widder fördern das Wasser 13 Meter hoch in ein offenes Gerinne, welches in den Schlossteich mündet. Ein konstanter Wasserstand ist nötig, damit die Eichenpfähle, auf denen das unter Denkmalschutz stehende Gebäude gebaut ist , nicht verrotten. Ansonsten wäre die gesamte Statik des Schlosses nicht mehr gewährleistet.

Das Geniale der Anlage ist die Planung unter maximaler Ausnutzung der örtlichen Gegebenheiten. Auf dem Gebiet, wo die Braunkohle abgebaut worden ist, wird ein großer See, der Berzdorfer See, entstehen. Dazu wird aus dem nahe gelegenen Fluss, der Pließnitz, Wasser durch einen künstlichen Kanal abgeführt, und hin zum neuen See geleitet.

Aus diesem Kanal wird nun ein winzig kleiner Teil des Wassers, mit welchen der See geflutet wird, zunächst über die Widderanlage geleitet.

Diesem, in den Rohren fließenden Wasser entnehmen die Widder die kinetische Energie, um davon wieder einen kleinen Teil in den Schlosssee 13 m höher zu pumpen. Der Überlauf des Widderschachts fließt wiederum dem neuen See zu. Es geht also in diesem Beispiel nicht ein Wassertropfen verloren.

Die Widder von Oederan

Oederan ein Städtchen in Sachsen in der Nähe von Freiberg wurde für sein Umwelt-Engagement ausgezeichnet.

Eines der Projekte, welche dort mit dem ökologischen Denken angegangen wurde ist der Mühlgraben und die Kaskade mit den Widdern.

Hier im Bild zu sehen: links Sammelschacht und Triebschacht und rechts der Widderschacht.




Die Widder entnehmen einen kleinen Teil des Wassers aus dem Mühlgraben und fördern dieses zu der Kaskade in der Ortsmitte.

Herr Veit, Unternehmer und Inhaber der Firma Veit Pumpen aus Oederan, hatte die Idee hier Widder einzusetzen. Trotz Mehrkosten hatten die Stadträte sich für die ökologisch sinnvolle Lösung entschieden. Der Erfolg und Umweltpreis steht den Verantwortlichen mit Recht zu.